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Unsere Arbeit, unsere Zielsetzung

Im Mittelpunkt steht hierbei die Selbstkompetenz. Wir wollen das Kind in seinem Selbstwertgefühl stärken und die Selbstständigkeit (oder: das selbstständige Tun) fördern. Hierzu gehört, dass sich das Kind als eigenständige Persönlichkeit  mit seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten wahrnimmt, die es auszudrücken vermag.

Den sicheren Grund bietet hierfür die Sozialkompetenz, die Fähigkeit, sich auf andere Menschen einzulassen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Im Kindergarten findet das Kind neue Bezugspersonen (Erzieher, Kinderfreundschaften, Gruppenzugehörigkeit), welche es bestätigen und unterstützen. Des weiteren erlernt das Kind im Umgang mit anderen seine eigene Meinung zu vertreten, aber auch sich zurück zu nehmen. Es wird Teil einer Gruppe, für welche es Mitverantwortung übernimmt. 

Erst wenn das Kind sich selbstsicher ist und seiner Umgebung vertraut, ist es soweit aufgeschlossen, dass es mit Mut und Offenheit auf Neues zugehen kann und dieses entdecken und erforschen möchte. Hier beginnt die Lernkompetenz. Wir ermutigen die Kinder die Welt zu entdecken, geben ihnen die Sicherheit, den Raum und das Material. Unsere Arbeit ist das Begleiten, Bestärken, Mitforschen und Entdecken. Dadurch können wir die Interessen und ihre Neugierde, der Kinder fördern und erweitern.

 


Die Förderung der Bewegungs-, Kreativität- oder Sprachkompetenz, sind unter vielen Bestanteile unserer tgl. Arbeit und dienen uns als Mittel auf dem “Weg” zur Persönlichkeitsbildung.

Pädagogische Arbeitsweise 

Unser Kindergarten ist ein Regelkindergarten, der seinen eigenen Ansatz aus verschiedenen Ansätzen entwickelt hat. Wir arbeiten nach dem Grundprinzip:

Wir richten unsere Arbeitsweise danach, was die Kinder zu diesem Zeitpunkt brauchen, um die bestmöglichste Förderung zu erhalten.

Durch das Jahr zieht sich ein Leitthema als roter Faden. Dies erleichtert die gruppenübergreifende Arbeit und sichert für die Kinder ein durchgängig pädagogisches Konzept. Gruppenübergreifende Projekte werden vor allem für die Großen ab 5 Jahren geboten. Es ist uns sehr wichtig, dass sich die Kinder aus allen Gruppen untereinander gut kennen lernen, bevor sie in die Schule kommen. Hierdurch bekommen die Kinder eine sichere soziale Basis, die ihnen hilft sich später leichter in der neuen Umgebung der Schule zurechtzufinden.

Zuerst jedoch steht die Regelgruppe als Hauptbezugspunkt im Mittelpunkt. Sie bietet den neuen Kindern und Eltern Anlaufpunkt, Sicherheit und Geborgenheit. Dies erleichtert die erste Loslösung. Hieraus ergibt sich ein vertrauensvoller Austausch zwischen den Eltern - Kindern - Erziehern. Aus der Gruppe entwickelt sich das Kind weiter und erobert mit der Zeit die unterschiedlichen Räumlichkeiten.

 

 In unserem Haus spiegeln sich unsere 3 Arbeitsschwerpunkte wieder:

 1. Die religiöse Erziehung:

Werte und Sitten

Religiöser Jahreskreislauf

Gottesdienste

Gebete bei gemeinsamen Feiern und Mahlzeiten

 

2. Die Bewegungserziehung

1x wöchentlich ein spezielles Turn- oder Rhythmikangebot

Bewegungsanregende Raumgestaltung

Spielen auf verschiedenen Ebenen

Bewegung im Hausgang (Korkenbad, Schaukelpferd, )

Garten mit verschiedenen Bewegungsbereichen die einladen zum Klettern, Rennen, Schaukeln,

Bewegung im Alltag

Stuhlkreisspiele

Tänze

Fingerspiele

Bewegung in der Natur

Spaziergänge über Stock und Stein durch Wald und Feld

3. Die Kreativität

Raumgestaltung

Umsetzung der kindlichen Phantasie

kennen lernen verschiedener Techniken und Materialien

Rollenspiele (geplante und freie Rollenspiele)

Gestaltendes Spiel

Das einzelne Kind in der Gruppe

Uns ist es wichtig jedes Kind in seiner Persönlichkeit wahrzunehmen und es dort abzuholen, wo es gerade steht, um mit ihm weiter zu gehen. In der Eingewöhnungsphase achten wir auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes. Neben der persönlichen Zuwendung wird es als wichtiges Glied in einer Gruppe mit Großfamiliencharakter eingebunden. Hier findet es Freunde und Spielpartner  und erprobt und stärkt seine Sozialkompetenzen. Die Raumgestaltung regt das Kind auf vielfältige Weise an sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen, bietet aber gleichzeitig auch Rückzugsorte zur Erholung. Je weiter sich ein Kind entwickelt um so mehr Möglichkeiten und Freiräume werden ihm geboten.  Wichtig ist uns im Austausch mit den Eltern zu bleiben um zusammen die Weiterentwicklung des Kindes zu gestalten und zu sichern.

Die altersgemischte Gruppe

Durch die Altersmischung  ergibt sich in den Gruppen der Charakter einer Großfamilie. Die Kinder übernehmen Verantwortung für neue und jüngere Kinder. Sie lernen miteinander, aber auch voneinander.

Die geöffnete Arbeitsform

Die Kinder können sich im Freispiel die Spielart und den Spielort selber wählen. Das Spiel muss nicht im Gruppenraum stattfinden. Je 4 Kinder pro Gruppe können in die Turnhalle, in den Hausgang oder in den Garten. Jedoch müssen wir uns sicher sein, dass die Kinder die Regeln der unterschiedlichen Spielräume kennen und einhalten. Des weiteren können die Kinder auch die anderen Gruppen besuchen. Wichtig ist uns, dass die Kinder sich in der Gruppe abmelden, sobald sie den Raum verlassen und anmelden, wenn sie wieder in einen Gruppenraum kommen.

Immer wieder bieten wir den Kindern spezielle Angebote, neben dem allgemeinen pädagogischen Konzept, an denen sich die Kinder je nach Interessenlage entscheiden können, ob sie daran teilnehmen wollen oder nicht.

Jedoch gibt keine festen Essenszeiten in den Gruppen, jedes Kind kann nach seinen Bedürfnissen entscheiden, wann es Hunger verspürt. Gibt es ab einer gewissen Zeit nicht mehr die Gelegenheit zu Essen, weil die Gruppe auf einen Spaziergang geht, ein Angebot macht, … , werden die Kinder ans Essen erinnert durch den Aufruf: “Letzte Möglichkeit zu Essen!”

Freispiel

In dieser Zeit wählt das Kind frei nach seinen Neigungen den Spielort, die Spielart und die Spielkameraden. Hier kann es sich in einer zwanglosen, anregenden Umgebung frei entfalten und seine Fähigkeiten ausprobieren, anwenden und weiterentwickeln. Diese Zeit ist für die Erzieher besonders wichtig um die Kinder zu beobachten. Hier ergibt sich auch für uns die Möglichkeit auf einzelne Kinder und Kleingruppen einzugehen und sie speziell zu fördern, durch die Veränderung des Spielmaterials oder durch die Einwirkung auf das Spiel, durch zielgerichtetes Mitspielen.

In das Freispiel werden die generellen pädagogischen Angebote eingebettet.

Pädagogische Angebote 

Zu dem Thema der Gruppe passend gibt es tgl. Angebote. Die Angebote sind kindgerecht und altersentsprechend aufbereitet. Je nach Angebot teilen wir die Gruppe in Kleingruppen auf um die Gruppengröße zu verringern (z.B. bei Versuchen) oder nach Alter (z.B. bei Bilderbuchbetrachtungen oder Bewegungsangeboten) und weichen in den Intensivraum aus. Die Angebote sind so strukturiert, dass die Kinder sich mit einbringen und ihr Wissen  erweitern können.

Unsere pädagogische Planung

Am Kindergartenjahresanfang, im September, wird am Planungstag ein Jahresthema durch das Erzieherteam festgelegt. Es dient uns als roter Faden durch das Jahr und sichert, dass in der pädagogischen Förderung der Kinder keine Lücken entstehen und fördert die gruppenübergreifende Arbeit unter anderem bei Festen.

Die detailliertere Planung  obliegt den einzelnen Gruppen. Die Erzieher legen einen Rahmen fest den sie in gemeinsamer Abstimmung mit den Kindern mit Angeboten ausfüllen. So können situative Erlebnisse aufgegriffen und eingefügt werden um die Interessen der Kinder mit einzubeziehen. Z.B. wurden beim Jäten im Garten Raupen gefunden, die das Interesse der Kinder für diese Tierart weckten. Als erstes werden informative Bücher zusammengesucht, ein Terrarium eingerichtet und die Tiere und ihre Veränderung beobachtet und dokumentiert. Hierzu gibt es Fingerspiele, Geschichten, Lieder, Bewegungsspiele usw.

Migrantenkinder im Kindergarten

Auf der Höri gibt es im allgemeinen nur einen kleinen Teil an Migrantenfamilien. Dadurch haben die Kinder eine gewisse Sonderstellung, sei es durch Äußerlichkeiten (z.B. Hautfarbe), die Sprache oder kulturtypische Verhaltensregeln. Zu aller erst ist uns hier der Austausch mit den Eltern wichtig, um Vorstellungen und Wünsche abzugleichen. Danach klären wir die Kinder in der Gruppe auf. Wir erzählen ihnen von dem „neuen Kind“ und seinen Besonderheiten und bitten sie dann uns zu helfen. Bislang können wir nur von positiven Erfahrungen erzählen. Kinder können sich oft sehr gut in andere Kinder hineinversetzen und verstehen sich sehr schnell auch ohne Worte.

Für die Kinder, die noch kaum oder gar kein deutsch können, ist die Sonderstellung eine besonders große Chance zweisprachig aufzuwachsen. Durch den tgl. Umgang mit den anderen Kindern und den Erziehern bildet der Kindergarten einen Raum, in dem sie komplett mit der deutschen Sprache konfrontiert werden und sich ausschließlich mit ihr verständigen müssen. Dies hört sich hart an und das ist es auch am Anfang. Jedoch nach pädagogischer Sicht lernen Kinder, die mehrsprachig aufwachsen, besonders gut die verschiedenen Sprachen, wenn sie diese mit einer bestimmten Person oder einem Ort verbinden. Dies gilt auch als Empfehlung für Mehrsprachigkeit in der Familie (z.B. Mutter spricht deutsch und der Vater englisch).

Wir versuchen den Eltern, soweit es in unserer Macht steht, unsere Arbeit verständlich zu machen, laden sie ein zu Hospitationen oder übersetzen Elternbriefe in einfachere Worte.

Die dörfliche Gemeinschaft hilft uns Kontakte, die im Kindergarten entstehen, auch in die Freizeit zu übertragen im Sinne von Nachbarschaftshilfe.

Integration behinderter Kinder

Hier können wir nicht aus unserer Erfahrung erzählen. Jedoch gäbe es Kinder mit körperlicher oder geistiger Behinderung in unserer Gemeinde, würden wir sie gerne nach unseren Möglichkeiten aufnehmen und integrieren. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist dabei Voraussetzung. Hilfe von außerhalb nehmen wir dabei gerne in Anspruch und halten mit Erlaubnis der Eltern Kontakt,  zu den  bereits bestehenden pflegerischen und therapeutischen Kräften, um das Kind ganzheitlich fördern zu können.

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