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Tagesablauf , Regeln, Gesundheit

Unser Tagesablauf besteht aus verschiedenen Bausteinen, die jeden Tag nach folgenden Gesichtspunkten neu zusammengestellt werden:
  1. Wetterlage und Jahreszeit
  2. Angebotsart und -dauer
  3. Interessen und Wünsche der Kinder

 Die Bausteine sehen wie folgt aus:

        
Begrüßung/Ankommen
Verabschiedung 
  Aufräumen
 Einzel- und Kleingruppenangebote
 Großgruppenangebote
  
Freispiel
 Bewegung oder Aktionen im Freien: sei es auf den Feldern, im Wald oder bei uns im Garten.


Regeln im Kindergarten

Neben den allgemeinen in unserer Kultur üblichen Umgangsregeln, die unser aller Zusammenleben ermöglichen, gibt es in jedem Kindergarten zusätzlich eigene Regeln und Normen, die zum größten Teil mit den Kindern zusammen aufgestellt werden. Sie ordnen und regeln das tgl. Geschehen und gestalten dadurch die Umwelt für das Kind sicherer und übersichtlicher. Zum besseren Verständnis listen wir hier ein paar der Regeln auf:

  1. Das Kind zieht sich am Morgen in der Garderobe um und kommt mit der Person, die es in den Kindergarten gebracht hat, ins Gruppenzimmer und begrüßt die anwesenden Erzieherinnen.- So wissen wir mit Sicherheit, ab wann ein Kind im Haus anwesend ist und können dadurch die Aufsichtspflicht übernehmen. Für das Kind ist es ein Ritual.

  2. Bis zu 4 Kinder aus jeder Gruppe können in den Hausgang, in die Turnhalle, oder in den Garten ohne Erzieherin. Dabei gibt es die Bedingung, dass die Kinder die dortigen Verhaltensregeln beherrschen und sie auch einhalten.- Hierbei lernt das Kind mit Freiräumen umzugehen. Die begrenzte Anzahl wirkt für die Kinder übersichtlicher und lässt mehr Raum, die Möglichkeiten in den verschiedenen Bereichen zu nutzen, ohne lange Wartezeiten und Rangeleien.

  3. Verlässt ein Kind den Gruppenraum, meldet es sich bei der dortigen Erzieherin ab. Geht es zu Besuch in eine andere Gruppe oder zur Bewegungsbaustelle, dann meldet es sich bei der dortigen Erzieherin an.- Dies hilft den ErzieherInnen, die Übersicht über die Kinder zu behalten. Die Kinder haben dadurch die Sicherheit, wer als Ansprechpartner in ihrer Nähe sind. Z.B. hat ein Kind  wider Erwarten ein größeres Geschäft auf der Toilette gemacht und kann sich nicht allein sauber machen, weiß es, dass es nach kurzer Zeit  vermisst wird und die Erzieherin nach ihm/ihr auf der Toilette schaut.

  4. Die Kinder können jederzeit im Freispiel essen. Jedes Kind ist für seinen Essplatz verantwortlich, d.h. das Geschirr das es braucht zu holen und abzuräumen, sowie den Esstisch wieder sauber und ordentlich zu verlassen.- Die Kinder übernehmen für sich und die Gruppe die Verantwortung.

  5. Jedes Kind hat seinen Garderobenplatz mit seiner Tasche. Immer wenn es sich fertig für den Garten oder den Heimweg macht, versorgt es seine Hausschuhe ins Säckchen.- Die Kinder lernen ihre Sachen in Ordnung zu halten. Des weiteren sind die Schuhe dort in „Sicherheit“, müssen nicht so lange in den Garderobenplätzen gesucht werden und es treten keine Verwechslungen von gleichen Schuhpaaren auf.

Neben dem Aspekt, dass die Regeln Sicherheit, Ordnung und Orientierung bieten, können die Kinder sich auch daran messen, sie immer wieder aufs Neue zu diskutieren und sie auch zu verändern, wenn eine Regel veraltet ist. So gab es eine Zeitlang nur eine kleine Bauecke in einem Gruppenzimmer. Um genug Platz zum Bauen zu haben wurde die Kinderzahl mit Absprache mit den Kindern („Was meint ihr, wie viele Kinder können in der Bauecke spielen ohne dass es wegen der Enge Streit gibt?“) auf 4 festgelegt. Nach einer Umstrukturierung des Raumes vergrößerte sich die Bauecke um ein Vielfaches, so dass die Kinder neu über die Regel abstimmten und nun bis zu 10 Kinder in die Ecke konnten. Neue Regeln werden erprobt und bewertet auf ihre Tauglichkeit. Hier lernen Kinder auch Verantwortung für sich und ihre Umwelt zu übernehmen.

Gestaltung der Räume

Die Zimmergestaltung der Gruppenräume obliegt den Kindern und den Erziehern der Gruppe. Gemeinschaftlich genutzte Räume werden nach Absprache gestaltet. Dies kann auch Themen bezogen sein, so wurde das Personalzimmer schon einmal zum Märchenzimmer.

Die Zimmer werden so aufgegliedert, dass „alle“ Bereiche (Mal-, Bau-, Vorlese-, Essbereich, ...) in einem Zimmer zu finden sind. Die Größe und das darin befindliche Material wird durch die Interessen, Bedürfnisse und Wünsche der Kinder bestimmt. So entstehen auch Bereiche die nach einiger Zeit wieder aufgelöst werden, wenn das Interesse der Kinder daran erlischt (Farbmischtisch, Körnerwanne, ...).

 Folgende Zielsetzung besteht bei der Raumgestaltung:

  1. der Raum soll vielseitige Anregung bieten;
  2. der Raum soll für die Kinder übersichtlich und klar strukturiert sein z.B. durch Regale, Gebasteltes, Pflanzen, ... die als Raumteiler dienen;
  3. der Raum soll gleichzeitig als Treffpunkt dienen, sowie Rückzugsorte bieten;
  4. der Raum soll so zugänglich sein, dass die Kinder selbstständig an die Materialien kommen können;
  5. der Raum soll die Kinder zur Veränderung der Haltung und Bewegungsvielfalt animieren z.B. durch Verkleidungen mit denen sich die Kinder in Tiere verwandeln können, oder durch die Spielbereiche auf verschiedenen Ebenen, wie Tischspiele und Bauteppich.

 Der Charakter der Räume ist interessant, anregend und lebendig.

Gesundheit, Ernährung und Umwelterziehung im Kindergarten

Gesundheit:

Wir legen Wert auf eine “gesunde” Reinlichkeits- und Sauberkeitserziehung im Umgang mit sich und den Materialien. So kann es bei unseren Jüngsten schon einmal passieren, dass das Spielzeug in Gedanken zum Mund wandert. Wir weisen sie dann darauf hin, dass die Spucke am Spielzeug für die anderen Kinder unangenehm ist und bitten sie es wieder abzuwaschen. Außerdem wissen die Kinder, dass sie für ihre Spiel- und Lebensbereiche verantwortlich sind und diese wieder aufgeräumt und ordentlich verlassen sollen. So z.B. am Esstisch, das gebrauchte Geschirr wird vom Tisch abgeräumt und ist mal was daneben gegangen, ist ein Lappen zum Aufwischen nicht weit.

Auch in den tgl. Verrichtungen achten wir auf die allgemeinen Sauberkeitsregeln wie bei der Nahrungszubereitung oder beim Toilettengang.

In unserer Arbeit werden wir unterstützt:

  1. von der Arbeitsgemeinschaft für Ernährung und Zahnpflege,
  2. von unserem Kindergartenzahnarzt Herr Dr. Neubrand
  3. und Herrn Schreck unserem Logopäden.

Ruhe und Entspannung

Zur Ruhe und Entspannung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Da nie alle Ecken und Tische belegt sind, kann man auch mal ganz für sich alleine spielen. Des weiteren gibt es verschiedene Möglichkeiten es sich kuschelig und bequem zu machen z.B. auf dem Sofa, im Korkenbad oder in der Puppenecke. Möchte ein Kind wirklich einmal einen Raum für sich allein haben, kann es sich auch mit Tüchern eine Höhle bauen.

Auch im Tagesablauf achten wir darauf, dass das Kind nicht von einem Angebot ins nächste geschickt wird, sondern Zeiten hat seine Interessen wahrzunehmen und in der es auch die “Seele baumeln lassen” kann.

Bewegungsmöglichkeiten

Die Hausgestaltung ist so angelegt, dass die Spielebenen auf verschiedenen Höhen sind. So ergibt sich ein Wechsel der Körperhaltung und Bewegungsfolgen. Zur Bewegung stehen uns des weiteren der bespielte Flur, unser großer Garten, der mit seiner Ausstattung die Kinder zum Klettern, Rennen, Graben, Heben und Schaukeln animiert und die Turnhalle zu Verfügung. Durch unsere Lage sind wir nicht ans Haus gebunden und können jederzeit in die freie Natur ausweichen. So liegen direkt neben dem Kindergarten Felder und Obstgärten und ein paar hundert Meter weiter ist der Wald.

In Perioden längerer Regenzeiten bauen wir zusätzlich mehr Bewegungsspiele in unsere Angebote ein. Zusätzlich hat jede Gruppe einen festen Turntag.

Ernährung

Wir achten auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und bitten die Eltern sich beim Richten des Vespers auch daran zu halten. Süßigkeiten, „Fast Food“ und Knabberzeug a`la Chips gehören nicht in den Kindergarten. Kochen und backen wir mit den Kindern, achten wir ebenfalls auf frische und natürliche Lebensmittel, die der Jahreszeit entsprechen (keine Erdbeeren im Oktober) und nehmen keine Fertiggerichte.

Auf dem Esstisch in jeder Gruppe steht zum Trinken Apfeltee (Früchtetee mit Apfelsaft gesüßt) und gesprudeltes Wasser bereit.

Ausnahmen von der Essensregel gibt es an Geburtstagen und bei Festen, hier ist natürlich auch etwas Süßes erlaubt.

Die Kinder haben keine festen Essenszeiten, sondern orientieren sich nach ihrem Körpergefühl. Das heißt, sie können während des Freispiels selbst entscheiden, wann und mit wem sie gerne Vespern möchten. Die letzte Möglichkeit zum Essen wird rechtzeitig von den ErzieherInnen angekündigt.

Es kommt zu regen Gesprächen und wird so zu einem gemütlichen, genussvollen Ereignis. Die Kinder wissen genau was als “gesund” gilt oder auch nicht, so achten die Kinder gegenseitig auf einen gesunden Inhalt in den Vesperboxen.

Dies zeigt sich auch bei gemeinsamen Essen. Oft sind die Eltern verwundert was ihre Kinder in der Gemeinschaft essen.

Umweltbewusstsein

Gott hat die Welt für uns und unsere Kinder geschaffen. Wir müssen sie schützen und achten. Alles auf der Welt ist etwas Besonderes und Einzigartiges, egal ob es ein Blatt, ein Stein oder ein Regenwurm ist.

Um die Umwelt zu schützen, legen wir Wert auf Mülltrennung und erwarten von den Eltern uns dabei zu unterstützen, z.B. durch die Verwendung von Vesperdosen, statt Alu- oder Plastikfolie. Des weiteren zeigen wir den Kindern die Gefahren der Verschmutzung wie Glasscherben an denen sich Menschen und Tiere verletzen können oder wie Getränkedosen zur Todesfalle für Käfer und Insekten werden.

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